# NetBox Utilities Plugin für **NetBox 4.6.5 bis 4.6.8** mit zwölf Funktionen: - Jeder Benutzer kann die Menüs der linken Navigation verschieben oder ausblenden. - Ein Dropdown in der Kopfleiste setzt einen sitzungsweiten Filter für einen Mandanten oder eine Mandantengruppe. - Optional verpflichtende Mandantenzuordnung für alle mandantenfähigen Objekte. - Automatische Vorbelegung von Mandant und Mandantengruppe aus dem Objekt- oder Filterkontext. - Automatische 1:1-Verknüpfung von Front- und Rearports auf Geräten mit der Rolle `Patchpanel`. - Geräte mit optionaler Teilbreite können sich dieselbe Höheneinheit teilen. - Die Rack-Ansicht von MrBlakes optionalem Topology-Views-Plugin stellt Teilbreitengeräte korrekt dar. - Mehrere Bilder in einem Schritt im Bilder-Tab eines Objekts hochladen. - Mehrere Module desselben Typs in einem Schritt in freie Modulschächte einbauen. - Optionale Mehrfachspeicherung für verschobene Geräte aus NetBox Reorder Rack. - Rackbreiten bleiben beim optionalen NetBox-Export und -Import erhalten. - Kabel- und Funkverbindungen können direkt einem oder mehreren VLANs zugeordnet werden. Die Navigationseinstellungen sind benutzerbezogen. Die aktive Mandanten- oder Gruppenauswahl wird in der jeweiligen Browser-Session gespeichert. Ab Version `0.10.1` ignoriert die automatische Mandantenermittlung mehrwertige Reverse-Relationen. Das behebt unter NetBox 4.6.8 insbesondere den Fehler `'RelatedManager' object has no attribute '_meta'` beim Öffnen der Seite zum Anlegen einer VLAN-Gruppe. ## Kompatibilität - NetBox `>=4.6.5,<4.7` - Python `>=3.12` - optional: NetBox Reorder Rack `1.1.4` - optional: NetBox-Export `0.3.11` - optional: [MrBlake NetBox Topology Views](https://git.mrblake.cc/MrBlake/mrb-netbox-topology-views) mit Rack-Ansicht Andere NetBox-Versionen werden vom Plugin absichtlich abgelehnt, da die Anpassung der Core-Navigation von deren HTML-Struktur abhängt. ## Installation aus Gitea Das Plugin kann direkt aus dem `main`-Branch installiert werden: ```bash /opt/netbox/venv/bin/pip install --upgrade --force-reinstall \ "git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/Netbox-Utilities.git@main" ``` Für eine reproduzierbare Produktivinstallation sollte statt `main` ein bereits veröffentlichter Release-Tag oder eine bestimmte Commit-ID verwendet werden. `COMMIT-ID` wird dabei durch den gewünschten Stand ersetzt: ```bash /opt/netbox/venv/bin/pip install --upgrade --force-reinstall \ "git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/Netbox-Utilities.git@COMMIT-ID" ``` Alternativ kann hinter dem `@` die vollständige Commit-ID stehen. Damit das Plugin bei zukünftigen NetBox-Upgrades automatisch erneut installiert wird, wird derselbe Eintrag in `/opt/netbox/local_requirements.txt` hinterlegt: ```text git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/Netbox-Utilities.git@main ``` Bei einem privaten Gitea-Repository benötigt der NetBox-Server einen Deploy-Token oder einen SSH-Key. Für SSH lautet der Eintrag beispielsweise: ```text git+ssh://git@git.mrblake.cc/MrBlake/Netbox-Utilities.git@main ``` ### NetBox-Konfiguration Das Plugin wird in `/opt/netbox/netbox/netbox/configuration.py` aktiviert: ```python PLUGINS = [ "netbox_utilities", ] PLUGINS_CONFIG = { "netbox_utilities": { "navigation_customization_enabled": True, "connection_vlans_enabled": True, "reorder_rack_bulk_save_enabled": True, "topology_views_rack_width_enabled": True, "tenant_filter_enabled": True, "tenant_required": True, }, } ``` Wenn bereits andere Plugins eingetragen sind, wird `netbox_utilities` zu den bestehenden Listen beziehungsweise Dictionaries hinzugefügt; deren Inhalt darf nicht überschrieben werden. ### Installation abschließen Migrationen und statische Dateien werden nach der Installation verarbeitet: ```bash cd /opt/netbox/netbox /opt/netbox/venv/bin/python manage.py migrate netbox_utilities /opt/netbox/venv/bin/python manage.py collectstatic --no-input sudo systemctl restart netbox netbox-rq ``` Alternativ erledigt das NetBox-Upgrade-Skript die Installation aus `local_requirements.txt`, Migrationen und `collectstatic` gemeinsam: ```bash sudo /opt/netbox/upgrade.sh sudo systemctl restart netbox netbox-rq ``` Nach Änderungen an JavaScript oder CSS kann ein Hard-Reload des Browsers mit `Strg+F5` erforderlich sein. Ab Version `0.9.3` werden Rack-SVG und Reorder direkt aus allen Geräten des Racks aufgebaut. Dadurch können mehrere Geräte derselben HE nicht mehr durch NetBox' native Ein-Gerät-pro-HE-Darstellung verloren gehen. Die Adapter werden auch dann eingebunden, wenn keine Teilbreitengeräte gefunden wurden. Nach diesem Update ist `collectstatic` deshalb zwingend erforderlich; die Dateien `topology-rack-width.js` und `reorder-rack-width.js` müssen unter `/opt/netbox/netbox/static/netbox_utilities/` vorhanden sein. Reorder ersetzt seine nativen Gerätekacheln erst, nachdem ein vollständiger und zur JavaScript-Version passender Datensatz geprüft wurde. Bei einer gemischten Installation aus altem Python-Code und neuen statischen Dateien bleibt deshalb die native Ansicht erhalten, statt ein leeres Rack zu zeigen. Ab Version `0.9.4` werden vorhandene Reorder-Kacheln außerdem direkt auf das 12-Spalten-Raster erweitert und nicht mehr vorsorglich neu erzeugt. Nur ein zweites, von NetBox' Ein-Gerät-pro-HE-Darstellung unterschlagenes Gerät wird aus den Plugin-Daten ergänzt. Das verhindert browserabhängige leere Racks. Ab Version `0.9.5` rendert das Plugin das vollständige 12-Spalten-Rack bereits serverseitig in die Reorder-Seite. Die sichtbaren Geräte sind dadurch nicht mehr vom Ladezeitpunkt des Browseradapters abhängig. Für die optionale Topology-Rack-Ansicht wird die Teilbreitengeometrie zusätzlich als serverseitiges CSS ausgegeben; JavaScript wird dort nur noch für Exporte und ergänzende Metadaten benötigt. Ab Version `0.9.6` verwendet Reorder direkt den bereits durch seinen View autorisierten Rack-Datensatz. Die Topology-Rack-Ansicht leitet ihre Breiten ausschließlich aus den Geräten ab, die der Topology-View tatsächlich in seine HTML-Antwort geschrieben hat. Zusätzliche Berechtigungsabfragen können die beiden Ansichten dadurch nicht mehr fälschlich leeren. Ab Version `0.9.7` enthält Reorder eigene 12-Spalten-CSS-Regeln. Diese beheben die Inkompatibilität zwischen GridStack 10 aus Reorder Rack `1.1.4` und dem GridStack-11-Stylesheet von NetBox 4.6.7, durch die Gerätekacheln mit einer berechneten Breite von `0px` unsichtbar waren. Topology-Breiten werden außerdem nach dem vollständigen Rendern zentral auf die HTTP-Antwort angewendet und zusätzlich direkt in die vorhandenen Geräte-Styles geschrieben. Ab Version `0.9.8` behalten Geräte beim Ziehen in Reorder ihre tatsächliche Rackbreite. Die 12-Spalten-Regeln lassen dazu GridStacks temporären Pixelkoordinaten während des Ziehens Vorrang, statt eine Prozentbreite auf das Browserfenster anzuwenden. Die serverseitig aufgebauten Reorder-Kacheln zeigen außerdem wieder die Front- und Rückseitenbilder des Gerätetyps entsprechend der gewählten Ansicht an. Bereits vorhandene Geräte, die dieselbe HE und Rackseite belegen, aber noch keine Plugin-Platzierungszeile besitzen, werden in Rack-SVG, Reorder und der Topology-Rack-Ansicht ohne Datenbankänderung gleichmäßig nebeneinander dargestellt. Explizit gespeicherte Rackbreiten und Breitenpositionen haben stets Vorrang vor dieser Anzeige-Ableitung. Die Installation lässt sich anschließend mit diesen Befehlen kontrollieren: ```bash /opt/netbox/venv/bin/python -c \ "import netbox_utilities; print(netbox_utilities.__version__, netbox_utilities.__file__)" test -f /opt/netbox/netbox/static/netbox_utilities/reorder-rack-width.js test -f /opt/netbox/netbox/static/netbox_utilities/topology-rack-width.js grep -q "schema_version !== 3" \ /opt/netbox/netbox/static/netbox_utilities/reorder-rack-width.js cd /opt/netbox/netbox /opt/netbox/venv/bin/python manage.py shell -c \ "from django.urls import reverse; print(reverse('dcim:rack_reorder', kwargs={'pk': 1})); print(reverse('plugins:netbox_topology_views:rack_elevation'))" ``` Die letzten beiden Routen müssen auflösbar sein. Die Topology-Rack-Route ist im getesteten MrBlake-Develop-Stand `86a8daf45ef380d57ac73b461dbc47a16bb831ba` enthalten, aber nicht im gleich bezeichneten öffentlichen Tag `v4.5.1`. Für Rack `2` kann zusätzlich geprüft werden, welche gespeicherten Breiten das Plugin findet. Zwei Geräte derselben HE dürfen dabei unterschiedliche oder noch leere Plugin-Werte besitzen; leere Werte werden ab `0.9.3` für die Darstellung abgeleitet: ```bash cd /opt/netbox/netbox /opt/netbox/venv/bin/python manage.py shell -c " from dcim.models import Device print(list(Device.objects.filter(rack_id=2).order_by('position', 'id').values( 'id', 'name', 'position', 'face', 'netbox_utilities_rack_placement__width', 'netbox_utilities_rack_placement__horizontal_position', ))) " ``` ## Aktualisierung Bei einer Installation aus dem `main`-Branch wird das Paket erneut aus Gitea installiert und anschließend NetBox aktualisiert: ```bash /opt/netbox/venv/bin/pip install --upgrade --force-reinstall \ "git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/Netbox-Utilities.git@main" cd /opt/netbox/netbox /opt/netbox/venv/bin/python manage.py migrate netbox_utilities /opt/netbox/venv/bin/python manage.py collectstatic --no-input sudo systemctl restart netbox netbox-rq ``` `--force-reinstall` stellt sicher, dass Änderungen aus einem Branch auch dann installiert werden, wenn die interne Paketversion noch nicht erhöht wurde. Wird ein Release-Tag in `/opt/netbox/local_requirements.txt` verwendet, muss dieser Eintrag vor dem Update auf den neuen Tag geändert werden. Danach genügt: ```bash sudo /opt/netbox/upgrade.sh sudo systemctl restart netbox netbox-rq ``` Vor Produktivupdates sollte der neue Stand in einer Testumgebung geprüft werden. Ein Backup der NetBox-Datenbank bleibt unabhängig vom Plugin dringend empfohlen. ## Verwendung ### VLANs direkt an Verbindungen dokumentieren Ab Version `0.10.0` erscheint beim normalen **Anlegen und Bearbeiten** einer Kabelverbindung oder Funkverbindung das optionale Feld **VLANs der Verbindung**. Darin können ein oder mehrere bestehende NetBox-VLANs ausgewählt werden. Die Auswahl wird außerdem auf der Detailseite der Verbindung angezeigt. Die Zuordnung dokumentiert, welche VLANs über die jeweilige Verbindung transportiert werden. Sie verändert bewusst nicht automatisch die nativen Felder **Untagged VLAN** und **Tagged VLANs** der beteiligten Interfaces, da beide Enden unterschiedliche Interface-Modi besitzen können. Diese bleiben weiterhin die technische Konfiguration der einzelnen Interfaces. Die Funktion gilt für: - physische NetBox-Kabel, einschließlich Verbindungen über Patchfelder; - NetBox-Funkverbindungen (`WirelessLink`). Leere Auswahlen erzeugen keinen Zuordnungsdatensatz. Beim Löschen einer Verbindung wird ihre VLAN-Zuordnung automatisch mit entfernt. Das Feature kann installationsweit mit `connection_vlans_enabled = False` in `PLUGINS_CONFIG` deaktiviert werden. Ist das optionale NetBox-Export-Plugin installiert, werden diese VLAN-Zuordnungen als normale Plugin-Datensätze zusammen mit den Verbindungen und VLANs exportiert und wieder importiert. ### Mehrere Geräte nebeneinander in derselben HE Auf der normalen Seite zum **Anlegen oder Bearbeiten eines Geräts** stehen direkt nach **Position** zwei neue optionale Felder zur Verfügung. Dafür wird kein separates Plugin-Menü benötigt: - **Rackbreite**: volle, halbe, Drittel- oder Viertelbreite; - **Breitenposition**: Position 1 bis 4, von links gezählt. Für eine Fritzbox und ein zweites Gerät in derselben HE wird bei beiden Geräten beispielsweise **1/2 Rackbreite** gewählt. Die Fritzbox erhält **Position 1 (links)**, das andere Gerät **Position 2**. Rack, HE und Rackseite dürfen anschließend identisch sein. Die Kollisionsprüfung berücksichtigt sowohl die Gerätehöhe als auch die Breite und verhindert horizontale oder vertikale Überschneidungen. Mehrere HE hohe Geräte werden ebenfalls unterstützt. Nach einer Änderung der Rackbreite wird die **Breitenposition** unmittelbar aktualisiert; ein Zwischenspeichern oder Neuladen ist nicht erforderlich. Ohne Breitenangabe belegt ein Gerät wie bisher die volle Rackbreite. Ausnahme ist eine bereits vorhandene gemeinsame Belegung derselben HE und Rackseite: Fehlen dort Plugin-Platzierungen, teilt die Darstellung den verfügbaren Platz gleichmäßig auf die zwei bis vier vorhandenen Geräte auf. Diese Ableitung ändert keine Datenbankwerte und dient nur dazu, bereits gemeinsam eingepflegte Geräte wieder sichtbar zu machen. Es findet keine Migration bestehender Platzierungen statt. Explizit gewählte Teilbreite und Position werden auf der Geräteseite angezeigt und in der Rackgrafik nebeneinander dargestellt. NetBox besitzt standardmäßig eine Datenbank-Eindeutigkeit für Rack, HE und Rackseite. Die Plugin-Migration `0007` entfernt ausschließlich diese Core-Eindeutigkeit, damit mehrere Geräte dieselbe HE verwenden können. Das Plugin übernimmt dafür die breitenabhängige Prüfung beim Speichern. Vor einem späteren Entfernen des Plugins müssen geteilte Höheneinheiten wieder aufgelöst werden; die Core-Eindeutigkeit wird bei einer Deinstallation nicht automatisch wiederhergestellt. Die Zusatzfelder werden im NetBox-Webformular gepflegt. REST- oder normale NetBox-CSV-Vorgänge ohne diese Felder behandeln neue Geräte als volle Rackbreite. Der nachfolgend beschriebene portable ZIP-Export überträgt sie dagegen ausdrücklich. ### Rackbreiten in NetBox-Export Ist das optionale Plugin [NetBox-Export](https://git.mrblake.cc/MrBlake/netbox-export) in Version `0.3.11` installiert, erweitert NetBox Utilities dessen ZIP-Export und Import automatisch. Für jedes Gerät werden auch die Rackbreite und die von links gezählte Breitenposition im Archiv gespeichert. Beim Import berücksichtigt die Konfliktprüfung sowohl die Gerätehöhe als auch die horizontale Rackfläche. Dadurch können beispielsweise zwei Geräte mit halber Breite wieder in dieselbe HE importiert werden, ohne dass das zuerst importierte Gerät aus dem Rack entfernt wird. Auch volle Rackbreite wird ausdrücklich gespeichert. Wird ein früher teilbreites Zielgerät durch einen neueren Export auf volle Breite zurückgesetzt, entfernt der Import deshalb seine veraltete Teilbreitenzuordnung. Ältere Archive ohne diese Zusatzmetadaten bleiben importierbar; vorhandene `DeviceRackPlacement`-Datensätze darin werden weiterhin berücksichtigt. Ab Version `0.9.10` sperrt der Import Geräte und ihre optionalen Rackbreitenzuordnungen in getrennten Datenbankabfragen. Damit funktioniert der Test- und Echtimport auch unter PostgreSQL, ohne einen unzulässigen `FOR UPDATE`-Outer-Join zu erzeugen. Bereits mit Version `0.9.9` erstellte Archive müssen dafür nicht neu exportiert werden. Ab Version `0.9.11` werden alle im Archiv enthaltenen Rackbreiten vor der eigentlichen Geräteplatzierung innerhalb derselben Transaktion vorgemerkt. Dadurch erkennt die Konfliktprüfung mehrere teilbreite Geräte derselben HE bereits während des Imports korrekt und löst kein zuvor platziertes Gerät aus dem Rack. Nach der Platzierung werden die Breiten mit dem endgültigen Importergebnis abgeglichen. ### Teilbreiten in MrBlake NetBox Topology Views Ist [MrBlake NetBox Topology Views](https://git.mrblake.cc/MrBlake/mrb-netbox-topology-views) mit seiner **Rack-Ansicht** installiert, erkennt NetBox Utilities das Plugin automatisch. Teilbreitengeräte werden dort anhand ihrer Rackbreite und Breitenposition nebeneinander dargestellt. Die aktuelle Rack-Ansicht wird auch bei ihren Exporten nach **SVG**, **PNG** und **draw.io** unterstützt. Die Kabeltopologie bleibt unverändert, da sie Geräte als frei verschiebbare Knoten und nicht als physische Rackflächen darstellt. Das Topology-Plugin bleibt eine optionale Abhängigkeit. Eine reproduzierbare Installation des derzeit getesteten MrBlake-Stands erfolgt über dessen Commit-ID: ```bash /opt/netbox/venv/bin/pip install --upgrade --force-reinstall \ "git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/mrb-netbox-topology-views.git@86a8daf45ef380d57ac73b461dbc47a16bb831ba" ``` Für automatische NetBox-Updates wird derselbe Git-Eintrag zusätzlich in `/opt/netbox/local_requirements.txt` aufgenommen. Anschließend müssen beide Plugins aktiviert sein; ihre Reihenfolge ist beliebig: ```python PLUGINS = [ "netbox_topology_views", "netbox_utilities", ] ``` Die Integration ändert keine Dateien von Topology Views und erzeugt keine zusätzlichen Datenbankeinträge. Sie wird ausschließlich auf dessen Rack-Seite geladen und kann mit `topology_views_rack_width_enabled = False` in `PLUGINS_CONFIG` deaktiviert werden. Ist Topology Views nicht installiert oder enthält der installierte Stand keine Rack-Ansicht, bleibt NetBox Utilities unverändert nutzbar. ### Front- und Rearports von Patchpaneln automatisch verknüpfen Geräte, deren NetBox-Geräterolle `Patchpanel` heißt, werden automatisch als Patchfeld erkannt. Groß- und Kleinschreibung spielen bei der Rollenbezeichnung keine Rolle. Das Plugin verknüpft ausschließlich Ports mit derselben Kennung auf Portposition 1: `Front 1` mit `Rear 1`, `Front 2` mit `Rear 2` und so weiter. Auch Kurzformen wie `F01` und `R1` werden als dieselbe Kennung erkannt. Fehlt die passende Gegenseite, bleibt der Port unverknüpft; die nachfolgenden Nummern rutschen nicht auf. Die Zuordnung wird ausschließlich beim erstmaligen Anlegen eines Patchpanels, beim Einbau eines neuen Moduls sowie beim Anlegen eines neuen Front- oder Rearports hergestellt. Das Bearbeiten eines vorhandenen Patchpanels, Moduls oder Ports löst die Automatik nicht aus. Bei Installation oder Update findet kein automatischer Bestandslauf statt. Vorhandene Patchpanel-Geräte und deren Kabelpfade bleiben unverändert. Die Automatik greift erst, wenn ein betreffendes Gerät, Modul oder ein Front-/Rearport neu angelegt wird. ### Mehrere Geräte mit NetBox Reorder Rack verschieben Wenn `netbox-reorder-rack` in Version `1.1.4` installiert und aktiviert ist, erweitert NetBox Utilities dessen vorhandenen Speichervorgang automatisch. In der Drag-and-drop-Ansicht können mehrere Geräte verschoben oder miteinander getauscht und anschließend gemeinsam über **Save** gespeichert werden. Teilbreitengeräte werden dort ebenfalls nebeneinander angezeigt. Das 12-spaltige Raster bildet volle, halbe, Drittel- und Viertelbreite exakt ab. Beim horizontalen Verschieben rastet ein Gerät auf einer für seine Breite gültigen Position ein; **Save** speichert Höhe, Rackseite und Breitenposition gemeinsam in derselben Transaktion. Die gewählte Rackbreite selbst wird in der Reorder-Ansicht nicht verändert und weiterhin auf der Geräte-Neu- oder Bearbeitungsseite gepflegt. Die optionale Abhängigkeit wird separat installiert und für spätere NetBox- Updates in `/opt/netbox/local_requirements.txt` aufgenommen: ```bash /opt/netbox/venv/bin/pip install "netbox-reorder-rack==1.1.4" echo "netbox-reorder-rack==1.1.4" | sudo tee -a /opt/netbox/local_requirements.txt ``` Beide Plugins müssen in NetBox aktiviert sein; ihre Reihenfolge ist beliebig: ```python PLUGINS = [ "netbox_reorder_rack", "netbox_utilities", ] ``` NetBox Utilities verändert keine Dateien des Reorder-Plugins. Stattdessen wird dessen Oberfläche und API beim Start kompatibel erweitert. Beim Speichern werden alle betroffenen Geräte und das Rack gesperrt, die alten Positionen gemeinsam freigegeben und danach sämtliche Zielpositionen mit der normalen NetBox-Modellvalidierung geprüft. Der Vorgang läuft in einer Transaktion: Bei einem Platz-, Validierungs- oder Berechtigungsfehler bleibt das gesamte Rack unverändert. Für jedes tatsächlich verschobene Gerät entsteht weiterhin ein normaler NetBox-Änderungseintrag. Die Integration kann mit `reorder_rack_bulk_save_enabled = False` in `PLUGINS_CONFIG` deaktiviert werden. Andere Versionen als `1.1.4` werden aus Sicherheitsgründen nicht automatisch verändert und erzeugen lediglich einen Hinweis im NetBox-Log. Das Reorder-Projekt selbst weist derzeit offiziell nur Kompatibilität bis NetBox 4.5 aus; die Erweiterung in diesem Plugin ist gezielt für die hier unterstützte NetBox-Versionen 4.6.5 bis 4.6.7 umgesetzt und getestet. ### Mehrere Bilder hochladen Im **Bilder**-Tab eines unterstützten NetBox-Objekts wird der bisherige Einzel-Upload durch **Mehrere Bilder hochladen** ersetzt. Im Dateidialog können bis zu 50 Bilder gemeinsam ausgewählt werden. Vor dem Speichern zeigt das Plugin Vorschaubilder und die jeweiligen Dateinamen an. Jede Datei wird genau einmal mit NetBox' eigener Bildvalidierung geprüft. Ist eine Datei ungültig, wird kein Bild aus dieser Auswahl gespeichert. Eine optionale gemeinsame Beschreibung kann auf alle Bilder angewendet werden; als Anzeigename bleibt der jeweilige ursprüngliche Dateiname erhalten. Benötigt werden weiterhin die NetBox-Berechtigung zum Hinzufügen von Bildanhängen und eine Leseberechtigung für das Zielobjekt. ### Module mehrfach einbauen Unter **Plugins > NetBox Utilities > Module mehrfach einbauen** kann ein Benutzer ein Gerät, einen Modultyp und mehrere freie Modulschächte auswählen. Auf Geräteseiten mit freien Modulschächten steht dieselbe Funktion zusätzlich über die Schaltfläche **Module mehrfach einbauen** zur Verfügung; das Gerät ist dort bereits vorausgewählt. Das funktioniert sowohl für modulare Patchpanels als auch für andere NetBox-Geräte mit Modulschächten. Der Benutzer kann entweder bestimmte freie Modulschächte auswählen oder über **Anzahl (1–x)** eine Menge eingeben. Bei der Mengenangabe verwendet das Plugin die ersten freien Modulschächte in der natürlichen NetBox-Reihenfolge. Beide Eingabearten können nicht miteinander kombiniert werden. Alle gewählten Schächte erhalten denselben Modultyp, Status und dieselbe Beschreibung. Optional werden die Komponenten aus den Vorlagen des Modultyps für jedes Modul repliziert. NetBox prüft dabei jeden Einbau mit derselben Logik wie beim einzelnen Modul. Der Vorgang ist atomar: Ist ein Schacht inzwischen belegt oder entsteht ein Komponenten-/Namenskonflikt, wird keines der Module gespeichert. Individuelle Seriennummern und Asset-Tags werden anschließend an den einzelnen Modulen gepflegt. Benötigt wird die NetBox-Berechtigung zum Hinzufügen von Modulen. Geräte, Modultypen und Modulschächte werden zusätzlich durch die bestehenden NetBox-Objektberechtigungen des Benutzers eingeschränkt. ### Navigation personalisieren Unter **Plugins > NetBox Utilities > Navigation personalisieren** sieht der Benutzer alle Menüs, für die er aktuell Berechtigungen besitzt. Die Pfeiltasten ändern die Reihenfolge; der Schalter blendet ein Menü aus. Zusätzlich kann jeder Benutzer die Desktop-Navigation direkt an der rechten Kante zwischen 216 und 408 Pixeln breiter oder schmaler ziehen. Ein kleiner Pfeilgriff in der Mitte dieser Kante klappt sie auf einen reinen **Icon-Modus** ein und wieder aus. Dafür gibt es kein zusätzliches Bedienmenü. Beim Ziehen wird die neue Breite nach dem Loslassen im Benutzerprofil gespeichert. Im Icon-Modus öffnen sich die Menüinhalte als seitliches Flyout; auf kleinen beziehungsweise mobilen Ansichten bleibt das normale NetBox-Menü erhalten. Das Flyout schließt sich bei Auswahl eines Eintrags, bei erneutem Klick auf das aktive Icon, bei einem Klick außerhalb und mit der Escape-Taste. Nach einem Seitenwechsel oder Neuladen startet es immer geschlossen. **Zurücksetzen** stellt neben Reihenfolge und Sichtbarkeit auch die normale ausgeklappte Breite von 288 Pixeln wieder her. Die Funktion kann installationsweit über `navigation_customization_enabled = False` in `PLUGINS_CONFIG` abgeschaltet werden. ### Globaler Mandanten- und Gruppenfilter Das Gebäude-Symbol in der Kopfleiste öffnet die Auswahl. Zur Auswahl stehen Mandanten und Mandantengruppen, die der angemeldete Benutzer gemäß NetBox-Objektberechtigungen sehen darf. Eine Mandantengruppe umfasst auch die Mandanten ihrer untergeordneten Gruppen. **Alle Mandanten** hebt den Filter auf. Der Filter: - erzwingt je nach Auswahl `tenant_id` oder `tenant_group_id` in unterstützten NetBox-Listen; - beschränkt die Mandantenliste auf den gewählten Mandanten beziehungsweise die gewählte Gruppe; - beschränkt Ergebnisse der globalen NetBox-Suche; - gilt auch für HTMX-Tabellenupdates und Exporte aus einer gefilterten Liste; - verändert keine REST- oder GraphQL-Anfrage. Superuser können die Funktion unter **Plugins > NetBox Utilities > Einstellungen** zur Laufzeit deaktivieren. Zusätzlich kann `tenant_filter_enabled = False` in `PLUGINS_CONFIG` sie hart abschalten; diese Konfiguration hat Vorrang vor der Einstellung in der Oberfläche. ### Verpflichtende Mandantenzuordnung Standardmäßig ist unter **Plugins > NetBox Utilities > Einstellungen** die verpflichtende Mandantenzuordnung aktiviert. Bei allen Objekttypen, die in NetBox ein `tenant`-Feld besitzen, wird dieses Feld als Pflichtfeld behandelt. Die Prüfung greift in Formularen, CSV-Importen, der REST-API und bei normalen Aufrufen von `Model.save()` aus Skripten. Bestehende Objekte ohne Mandant bleiben nach Aktivierung zunächst bestehen. Beim nächsten Speichern eines solchen Objekts muss ein Mandant ergänzt werden. Globale Referenzmodelle ohne `tenant`-Feld sind nicht betroffen. Beim Öffnen eines NetBox-Formulars versucht das Plugin, fehlende Zuordnungen vorsichtig vorzubelegen. Vorrang hat ein bereits erkennbares Elternobjekt, zum Beispiel Rack, Standort, Gerät oder Cluster. Ist dort keine Zuordnung erkennbar, wird der global ausgewählte Mandant verwendet. Felder für eine Mandantengruppe werden aus dem erkannten Mandanten oder der global ausgewählten Mandantengruppe vorbelegt. Bereits vorhandene Werte werden nicht überschrieben. Bei Kabeln werden die ausgewählten Anschlüsse beider Kabelenden ausgewertet. Gehören die Anschlüsse beziehungsweise ihre Geräte, Stromverteiler oder Schaltkreise eindeutig zu demselben Mandanten, übernimmt das Kabel diesen Mandanten automatisch. Ist nur an einem Ende eine Zuordnung herleitbar, wird diese verwendet. Bei widersprüchlichen Mandanten an den beiden Enden nimmt das Plugin keine automatische Zuordnung vor. Bleibt ein automatisch gesetzter Mandant bis zum Speichern unverändert, fragt der Browser unmittelbar nach dem Klick auf **Speichern** noch einmal nach einer ausdrücklichen Bestätigung. Wird der Mandant manuell geändert, entfällt diese zusätzliche Rückfrage. Die Einstellung kann durch einen Superuser deaktiviert werden. Mit `tenant_required = False` in `PLUGINS_CONFIG` wird sie installationsweit fest deaktiviert; diese Konfiguration hat Vorrang vor der Admin-Oberfläche. ## Wichtige Semantik Der Mandantenfilter ist ein **Ansichtsfilter und keine Zugriffskontrolle**. Direkte Objekt-URLs werden nicht gesperrt. NetBox-Objektberechtigungen bleiben die maßgebliche Sicherheitsgrenze. Die verpflichtende Mandantenzuordnung ist dagegen eine serverseitige Datenvalidierung. Nur Modelle mit einer Mandantenzuordnung werden eingeschränkt. Globale Referenzdaten wie Hersteller, Rollen oder Plattformen bleiben sichtbar, weil sie keinem Mandanten gehören und für die Darstellung bzw. Bearbeitung mandantengebundener Objekte benötigt werden. Die Seitenleisten-Personalisierung nutzt NetBox' offizielle globale `PluginTemplateExtension`, ordnet aber bereits gerenderte Core-Menüs im Browser neu. Sie ändert weder Core-Templates noch NetBox-Dateien. ## Entwicklung und Tests In einer NetBox-4.6.5-Entwicklungsumgebung: ```bash pip install -e /pfad/zu/Netbox-Utilities python netbox/manage.py test netbox_utilities ```