# NetBox VMware & Proxmox Importer NetBox plugin zum Synchronisieren von VMware vSphere/vCenter und Proxmox VE VMs nach NetBox. ## Funktionen - vCenter/ESXi-Ziele direkt in der NetBox-Weboberflaeche pflegen - Proxmox VE-Ziele direkt in der NetBox-Weboberflaeche pflegen - Pro Ziel Tenant, Site und NetBox-Cluster hinterlegen - Manuelle Synchronisation per Button - Optionale automatische Synchronisation ueber ein Minutenintervall - Import von VM-Name, Status, vCPU, RAM, Disk, Plattform, Interfaces, MAC-Adressen und IPs - MAC-Adressen werden als NetBox MAC Address Objekte am VM-Interface angelegt und als primaere MAC gesetzt - Virtuelle Festplatten werden als NetBox Virtual Disks mit Groesse und Backing-Info dokumentiert - Primaere IPv4/IPv6 wird anhand der ersten gefundenen Gast-IP gesetzt - Multi-Tenant-sicherer VM-Abgleich ueber `name + cluster` Das Plugin loescht bewusst keine verwaisten VMs, Interfaces oder IP-Adressen. Damit bleibt der erste Rollout konservativ und vermeidet Datenverlust, wenn Hypervisor-Gastdaten unvollstaendig sind. ## Installation Im Python-Environment der NetBox-Installation: ```bash pip install git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/NetBox-VM-Import.git ``` NetBox selbst ist keine `pip`-Dependency des Plugins. Das Plugin wird im vorhandenen NetBox-Virtualenv installiert und bringt nur externe Bibliotheken wie `pyvmomi`, `cryptography`, `requests` und `proxmox-sdk` mit. In `configuration.py` aktivieren: ```python PLUGINS = [ "netbox_vmware_importer", ] ``` Danach Migrationen anwenden und NetBox/RQ neu starten: ```bash python manage.py migrate netbox_vmware_importer sudo systemctl restart netbox netbox-rq ``` ## Nutzung 1. In NetBox unter `VM Import > Endpoints` ein Ziel anlegen. 2. Provider auswaehlen. 3. VMware: vCenter Host, Port, Benutzername und Passwort eintragen. 4. Proxmox: Proxmox Host, Port `8006`, Benutzername inklusive Realm und Passwort oder API-Token eintragen, z. B. `root@pam`. 5. Tenant, Site und Cluster fuer den Kunden auswaehlen. 6. Optional Regex-Filter und Sync-Intervall setzen. 7. Auf der Detailseite `Sync jetzt starten` ausfuehren. Bei selbstsignierten Proxmox-Zertifikaten `Validate SSL` deaktiviert lassen. Wenn Proxmox langsam antwortet, kann `API timeout` am Endpoint erhoeht werden. Der Proxmox-Client nutzt bevorzugt `proxmox-sdk` wie `netbox-proxbox`/`proxbox-api`. Falls dieses Paket nicht installiert ist, faellt er auf den bisherigen `requests`-Client zurueck. Proxy-Umgebungsvariablen des NetBox-Dienstes werden im Fallback ignoriert, damit interne Proxmox-Adressen nicht versehentlich ueber einen HTTPS-Proxy laufen. Im `requests`-Fallback ist der unauthentifizierte Proxmox-`version`-Probe nur diagnostisch. Wenn er haengt, versucht das Plugin den eigentlichen Login trotzdem. Im bevorzugten SDK-Pfad wird `version` als erste SDK-Anfrage genutzt und authentifiziert dabei automatisch. Proxmox-API-Verbindungen nutzen TLS 1.2-Kompatibilitaetsmodus, weil einige Firewalls oder TLS-Inspektionspfade moderne TLS-1.3-ClientHellos blockieren. Bei Proxmox koennen `Connect timeout`, `API timeout`, `GET retries` und `Retry backoff` pro Endpoint gesetzt werden. Das entspricht dem Ansatz von Proxbox, Verbindungs- und Retry-Parameter pro Proxmox-Ziel zu speichern. Wenn Passwort-Login auf `access/ticket` haengt, zuerst den Realm im Benutzernamen pruefen (`root@pam`, `user@pve`, `user@ldaprealm`). Fuer produktive Imports ist ein Proxmox API-Token meistens stabiler als Passwort-Login. Wenn `Sync interval minutes` gesetzt ist, prueft ein Systemjob alle fuenf Minuten, welche Endpoints faellig sind, und stellt die eigentlichen Sync-Jobs in die Queue. Ab Version `0.1.8` wird beim Speichern eines Endpoints zusaetzlich ein wiederkehrender NetBox-Job fuer genau diesen Endpoint geplant. Nach einem Update vorhandene Endpoints einmal speichern oder `netbox-rq` neu starten und bis zum naechsten Systemjob-Lauf warten. ## Sicherheit Das Endpoint-Passwort bzw. Token-Secret wird verschluesselt in der Plugin-Tabelle gespeichert. Der Schluessel wird aus `SECRET_KEY` abgeleitet. Wenn `SECRET_KEY` rotiert wird, muessen die Secrets in den Endpoints erneut gesetzt werden. Fuer sehr strenge Umgebungen ist ein externer Secret-Store wie Vault als naechster sinnvoller Ausbaupunkt vorgesehen. ## Datenqualitaet IP-Adressen kommen bei VMware aus den VMware Guest Tools und bei Proxmox-QEMU aus dem QEMU Guest Agent. Ohne laufende bzw. aktuelle Guest Tools koennen Interfaces und IPs fehlen oder veraltet sein.