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NetBox-Export

NetBox-Export ist ein Plugin für NetBox 4.6.x. Es exportiert einen abgegrenzten Mandanten- oder Standortbereich als portables ZIP-Archiv und importiert ihn in eine zweite NetBox-Instanz.

Unterstützte Startpunkte:

  • Mandantengruppe einschließlich Untergruppen und Mandanten
  • einzelner Mandant
  • Region einschließlich Unterregionen und Standorten
  • einzelner Standort
  • Lokation einschließlich Unterlokationen

Der Export folgt den Besitzbeziehungen zu DCIM-, IPAM-, Circuit-, Virtualisierungs-, VPN-, Wireless-, Kontakt-, Tag- und Bilddaten. Benötigte Stammdaten werden als Abhängigkeiten mitgenommen. Primärschlüssel der Quellinstanz werden nie direkt als Zielschlüssel verwendet.

Installation

Das Plugin muss auf beiden NetBox-Instanzen installiert sein.

cd /opt/netbox
source venv/bin/activate
pip install --upgrade --force-reinstall \
  "git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/NetBox-Export.git@main"

# Prüfen, ob das Modul im NetBox-venv verfügbar ist
python -c "import netbox_export; print(netbox_export.__file__)"

In configuration.py ergänzen:

PLUGINS = [
    "netbox_export",
]

PLUGINS_CONFIG = {
    "netbox_export": {
        "max_objects": 50000,
        "max_archive_size_mb": 250,
        "query_batch_size": 500,
        # Auf beiden Instanzen identisch setzen, um Archive zu signieren.
        "archive_signing_key": "eine-lange-zufaellige-geheime-zeichenfolge",
    },
}

Anschließend:

cd /opt/netbox/netbox
python manage.py migrate netbox_export
python manage.py collectstatic --no-input
sudo systemctl restart netbox netbox-rq

Falls ModuleNotFoundError: No module named 'netbox_export' erscheint, wurde das Paket nicht in /opt/netbox/venv installiert. In diesem Fall den obigen Installationsblock erneut ausführen und darauf achten, dass /opt/netbox/venv/bin/python verwendet wird:

/opt/netbox/venv/bin/python -m pip install --upgrade --force-reinstall \
  "git+https://git.mrblake.cc/MrBlake/NetBox-Export.git@main"
/opt/netbox/venv/bin/python -c \
  "import netbox_export; print(netbox_export.__file__)"

Bei einer Docker-Installation wird das Paket in das eigene NetBox-Image aufgenommen; danach wird der Container mit dem aktivierten Plugin neu gebaut und die Migration ausgeführt.

Verwendung

Die Oberfläche liegt unter Plugins > NetBox-Export > Export / Import und ist aus Sicherheitsgründen nur für Superuser sichtbar.

  1. Auf Instanz A den Typ und das konkrete Objekt wählen und das ZIP exportieren.
  2. Auf Instanz B das ZIP zunächst mit Nur prüfen verarbeiten.
  3. Nach erfolgreichem Prüflauf Nur prüfen deaktivieren, den schreibenden Import bestätigen und das Archiv erneut hochladen.

Der Import läuft atomar. Bei einem Fehler werden alle Datenbankänderungen zurückgerollt. Die Konfliktstrategie Aktualisieren nutzt zuerst die dauerhaft gespeicherte Zuordnung aus Quellinstanz, Modell und Quell-ID; bei einem ersten Import werden vorhandene Objekte über ihre eindeutigen Fachschlüssel erkannt.

Verhalten und Grenzen

  • Quelle und Ziel müssen NetBox 4.6.x und dieselben Plugins/Modelle verwenden.
  • Benutzerkonten und Berechtigungen werden nicht exportiert. Fehlende oder nicht eindeutige Referenzen auf Benutzer und Gruppen werden ausgelassen und nach dem Import als Warnung angezeigt. Benötigt ein neuer Datensatz zwingend eine solche Referenz, wird nur dieser Datensatz übersprungen.
  • Der Import erstellt und aktualisiert Objekte. Zielobjekte, die im Archiv nicht vorkommen, werden bewusst nicht gelöscht.
  • Fehlende Bilddateien werden im Archiv vermerkt, können aber nicht rekonstruiert werden.
  • Große Exporte werden synchron verarbeitet. max_objects begrenzt Laufzeit und Speicherverbrauch.
  • query_batch_size steuert die Größe gebündelter Datenbankabfragen. Der Standardwert 500 ist für typische PostgreSQL-Installationen geeignet; Werte zwischen 250 und 1000 erlauben eine Anpassung an Arbeitsspeicher und Datenbankleistung.

Plugin-Kompatibilität

Der Exportgraph berücksichtigt installierte, mandantenbezogene Modelle und Dateien aus NetBox-SLM, Netbox-DokiWiki und NetBox-VM-Import. Private oder temporäre Plugin-Modelle werden nicht exportiert. Die von Netbox-Utilities erzwungene Mandantenpflicht wird beim Import berücksichtigt: Das Zielobjekt wird erst gespeichert, nachdem sein Mandant importiert und zugeordnet wurde. Ist kein Mandant auflösbar, wird automatisch ein vorhandener Mandant Auto-Import verwendet oder neu angelegt. Der Importbericht weist darauf hin. Beziehungen, die Teil einer Plugin-Datenbankprüfung sind, werden vollständig aufgelöst, bevor das Objekt erstmals gespeichert wird. Dies betrifft unter anderem die Plattformzuordnung von NetBox-SLM-Softwareinstallationen. Eindeutige optionale Beziehungen wie die primären IP-Adressen von Geräten und virtuellen Maschinen werden in einer zweiten Phase zugewiesen. Eine veraltete Zielzuordnung wird dabei atomar gelöst und als Warnung protokolliert. Gespeicherte Importzuordnungen werden bei Wiederholungsimporten gegen den aktuellen Fachschlüssel geprüft. Existiert das Objekt bereits unter diesem Schlüssel, wird die Zuordnung korrigiert, statt ein Duplikat anzulegen. Bei neuen NetBox-Modulen wird die automatische Komponentenreplikation deaktiviert. Ports, Interfaces und Bays werden stattdessen ausschließlich aus den Archivdatensätzen angelegt beziehungsweise vorhandenen Komponenten zugeordnet. Geräte werden in einer separaten Abschlussphase im Rack platziert, damit auch Positionswechsel ohne temporäre Doppelbelegung funktionieren. Bei fremden Belegungen löst Aktualisieren das Zielgerät mit Warnung von seiner Position, Überspringen lässt das importierte Gerät positionslos und Import abbrechen meldet den Rackplatzkonflikt vor dem Datenbankfehler. Mehr-U- und Full-Depth-Belegungen werden dabei berücksichtigt. Front-/Rear-Port-Zuordnungen von Patchpanels werden als eigene Datensätze exportiert und bei Aktualisieren auf den Stand der Quelle gebracht. Nach dem Import stößt das Plugin für alle enthaltenen Kabel die NetBox-eigene Neuberechnung der Kabelpfade an. Für diese Korrektur muss mit Plugin-Version 0.3.12 oder neuer ein neues Archiv auf der Quellinstanz erzeugt werden, da ältere Archive keine Portzuordnungen enthalten. Bei Bildanhängen werden Breite und Höhe direkt aus der Bilddatei im Archiv ermittelt. Dadurch sind die Pflichtfelder von NetBox auch im Prüflauf und bei Dateispeichern ohne unmittelbaren Modell-Save gesetzt. Bilder oberhalb des in NetBox 4.6.x verwendeten Limits von 25 Millionen Pixeln werden proportional auf höchstens 20 Millionen Pixel verkleinert und im Importbericht als Warnung ausgewiesen. Zum Schutz des Importprozesses bleibt eine harte Quellgrenze von 100 Millionen Pixeln bestehen.

Auf Quelle und Ziel müssen jeweils dieselben Plugin-Versionen und Migrationen installiert sein. Verschlüsselte Zugangsdaten von NetBox-VM-Import sind nur bei identischem Django-SECRET_KEY direkt nutzbar; andernfalls muss das Kennwort am Ziel neu gesetzt werden.

Tests

python -m pytest